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Früher....

.... haben die Großmütter die Enkel- und Urenkelkinder versorgt und sich abends auf der Bank vorm Haus die Neuigkeiten aus dem Ort erzählt. Die Großväter arbeiteten so lange wie möglich auf dem Feld mit und wenn sie das nicht mehr konnten, versorgten sie die Tiere auf dem Hof. Ja, so war das.

Und heute? - sind bereits viele der über 60-Jährigen an Demenz erkrankt. Tendenz stark steigend. So geht eine Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung davon aus, daß bis zum Jahre 2050 mit einer Verdoppelung der Erkrankungen zu rechnen ist. Alarmierende Aussichten mit schweren sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Aber wie kommt es zu dieser Entwicklung, die einer pandemischen Seuche gleicht? Die häufigste Erklärung: die Leute werden heute eben älter. Ach so! - na wenn das der Preis dafür ist, dann "Danke".

Allerdings ist die Annahme, daß die Lebenserwartung in den vorigen Jahrhunderten nur bei 40 Jahren oder gar darunter lag, nicht zutreffend, denn die entsprechenden Berechnungen beinhalten u.a. die extrem hohe Kindersterblichkeit von ca. fünfzig Prozent. Klammert man diese aus, ergibt sich ein anderes Bild. So hat bspw. der Sozialhistoriker Dr. Kai Lehmann aus alten Kirchenbüchern die Lebensdaten von 3613 Personen ab dem 18. Lebensjahr analysiert. Danach erreichten immerhin 50% mindestens das 60. Lebensjahr und jeder Dritte davon wurde älter als 70 Jahre, worunter sogar 100-Jährige verzeichnet sind. Wenn man selbst in alten Kirchenbüchern nachliest, findet man diese prozentualen Angaben bestätigt. Was man dabei aber NICHT findet, ist der Hinweis auf "Verwirrtheit". Nur in ganz seltenen Fällen, und dann unabhängig vom Alter der Personen, ist es als Todesursache oder sonstige Anmerkung angegeben und folglich nur in äußerst geringer Zahl auffällig gewesen.

Wenn also die Hälfte der Menschen im 18., 19., und 20. Jahrhundert sechzig Jahre und auch wesentlich älter wurden, Demenzerkrankungen aber kaum aufgetreten sind, woher kommt dann dieser rapide Anstieg in den letzten Jahrzehnten? Wodurch ist die Büchse der Pandora geöffnet worden? Eine etwas erhöhte durchschnittliche Lebenserwartung dürfte jedenfalls als Ursache nicht ausreichend sein. Schon gar nicht bei dem heutigen Bewußtsein für vollkommen gesunde Ernährung und eine vollkommen gesunde Lebensweise.

An Strahlungen, Giften und sonstigen Schadstoffen, denen auch die eifrigsten Apologeten der "Volksgesundheit" ausgesetzt sind, besteht zwar dennoch kein Mangel, aber vielleicht ist es ja auch nur die Rache des Gehirns für diesen vollkommen körperbezogenen Gesundheits-, Fitneß- und Jugendwahn, dessen Auswirkungen jemand (jedoch nicht der brasilianische Onkologe und Nobelpreisträger Drauzio Varella, wie oft angenommen wird) so beschrieb: "In der heutigen Welt wird fünfmal mehr in Medikamente für die männliche Potenz und Silikon für Frauen investiert, als für die Heilung von Alzheimer-Patienten. Daraus folgernd haben wir in ein paar Jahren alte Frauen mit großen Titten und alte Männer mit hartem Penis, aber keiner von denen kann sich erinnern, wozu das gut ist."