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Das Klima erhitzt die Gemüter
05.08.2018

Begonnen hat die Diskussion um eine menschengemachte Klimaveränderung in den 1970er Jahren. Da sah man sich allerdings noch von einer kommenden Eiszeit bedroht, denn die globalen Durchschnittstemperaturen waren gesunken. Wenig später hielt die Idee von der globalen Erwärmung Einzug in die Klimaforschung. Ob so oder so, der eigentliche Streitpunkt liegt in der Ursache, nämlich daß entsprechende Veränderungen durch menschliche Umweltsünden entstehen sollen. Nun ist zwar nicht zu bestreiten, daß das Sündenregister in dieser Hinsicht äußerst hoch ist: Übernutzung natürlicher Ressourcen ebenso wie Umweltverschmutzung. Doch Klimaveränderungen und Wetterkapriolen hat es schon lange davor gegeben. In welchem Maß bspw. die heutigen CO2-Emmissionen darauf Einfluß haben, ist nicht so eindeutig und unumstritten wie es gern dargestellt wird. Außer für die Klima-Lobby, aber wie soll die auch sonst ihre chaotischen Spinnereien wie die Energiewende begründen. Die Presse (bspw. Zeit-Online am 1. August d.J) steht wie immer Gewehr bei Fuß: „Der heiße Sommer führt uns die Folgen des Klimawandels vor Augen.“ Was hätten diese allwissenden Auguren wohl vor ein paar hundert Jahren geschrieben?

„Im tausend zwey hundert acht und funfftzigsten Jahr / war ein warmer winter / und ein sehr heisser Sommer / darauff im Herbst ein zimlich sterben folgete.“

„IM tausend zwey hundert drey und sechtzigsten Jahr / am sechsten tage des Augstmonats / War eine Finsternis der Sonnen. Darauff folgete eine grosse dürre / thewrung und hunger.“

1301. „Ist ein so heißes Jahr gewesen, daß sich die Luft in kommenden Winter nicht hat kühlen können, und haben im Januar die Bäume geblühet.“

„Im tausend vier hundert zwey und siebenzigsten Jahr / im Jenner / entstund abermal ein Comet / erstlich im zeichen deß Schützen / gieng darnach durch die Fische und den Widder / folgete stets der Sonnen untergang / stund zween Monat lang / unnd strackte seinen langen schwantz gegen Morgen. Darnach folget grosse dürre durch drey Sommer / auch viel Krieg und unlust / und Pestilentz.“

„1504. War ein kalter Winter und heißer Sommer und regnete in 17. Wochen nicht, es kam ein sterben unter die Schweine daß der 3.te Theil wegstarb. Darauf kam Theurung und starben an manchen Orten die Hälfte Menschen weg.“

„1580. In diesen Jahr war sehr großer Mangel an Waßer und regnete vom 12. Septr: bis Ende des Jahres nicht. daß fast alle Mühlen stehen blieben, da hat man Krautstrincke getrocknet und gegeßen, und die Leute sind etliche Meilen nach Brod gelaufen“

„Ao 1589 War große Dürr, doch noch ziemlich wohlfeile Zeit“

„Ao 1590 War überaus große Dürre, das von wegen des Mahlens große Noth gewesen, daß auch große Teiche und die Elster hier allent halben trocken gewesen (...) und regnete in 38. Wochen nicht da muste das Korn gekocht und mit Löffeln gegeßen werden wie Zugemüße, weil es nicht konte gemahlen werden. viele Wälder wurden entzündet, eine Schütte Stroh galt 10. bis 12 gg (gute Groschen) und sind viel Leute aus den Lande hungers halber gelaufen“

„Anno 1667 (…) Sonsten ist dieses nunmehr das Vierdte trockene Jahr, in welchen die Sommerfrüchte meistentheils außen geblieben, die Waßer auch dergestalt ausgedrocknet, daß man über allen Morast und wo sonsten fast bey Menschengedenken Waßer gewesen, man sonderlich diesen Sommer trockenes Fußes durchkommen können.“

„Anno 1684. am 24. Jan: st. v. ist am Monden, da er Abendts aufgegangen, über eine Stundte lang ein duppelter Creyß und 4. Gegen Scheine, so durch den Mond ein recht Creuz gemacht, Zu sehen gewesen. Worauf ein sehr harter und lang anhaltender Winter erfolget, Der Sommer hingegen war so dürr, und heiß daß es von Walpurgis biß Zur Erndte nicht einen Tropffen gerechnet, wodurch alle Feldt und Garten Früchte verschmachtet, und hier und überall eine Theurung entstanden.“

Quellen: Andreas Angelus „Annales Marchiae Brandenburgicae“ (1598) sowie regionale Turmknopfurkunden und Chroniken