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Umerziehungsmaßnahmen
12.04.2017

Innerhalb kürzester Zeit hat man Trump hinsichtlich seiner innenpolitischen Ambitionen mehrfach auflaufen lassen, was leicht war, denn er hat weder innen- noch außenpolitisch eine Strategie, nur Vorstellungen. Mit diesen "Dämpfern" wollte man ihn aber nicht nur allgemein in die Schranken weisen, sondern auch von jeder strategischen Einarbeitung abhalten, vor allem in der Außenpolitik. Nicht auszudenken, wenn er Putin getroffen hätte und beide vielleicht tatsächlich in wichtigen Fragen zu einem Konsens gekommen wären. Es war also Eile geboten, und zwar höchste Eile!

Wie geht man da vor? Trump ist zwar Geschäftsmann, aber: 1. dennoch im politischen Sumpf unerfahren, 2. ohne Zweifel maßlos selbstverliebt und er bietet 3. reichlich Manipulations- und Ansatzpunkte, da er offen familiär agiert. Ein gefundenes Fressen also.

Wenn man ihm in innenpolitischen Fragen auf die Schnauze haut, wird das Frust erzeugen, dann muß man ihm nur noch ein Betätigungs- und Bestätigungsfeld anbieten, welches diesen Frust ausgleicht. So kam es, wie es kommen mußte. Er erhielt "Gelegenheit" die innenpolitischen Niederlagen wett zu machen und darf sich außenpolitisch als alleiniger Entscheider feiern lassen. Das wiederum hat den Vorteil, daß man sich bei einer eventuell dadurch ausgelösten Katastrophe auf seinen Alleingang berufen kann. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: die USA können ihre Macht- und Kriegsphantasien ausleben und notfalls einen unliebsamen Präsidenten dafür verantwortlich machen. Falls dieser nicht selbst dumm genug ist, sich den Drahtziehern auszuliefern, bleiben immer noch die familiären Bande. Wenn man dem Töchterlein die Sache nahelegt, wird es den Papa schon erweichen. Und prompt vergißt dieser seine hehren Absichten, die Terroristen bekämpfen zu wollen und mutiert von jetzt auf gleich zum Förderer derselben, indem er völkerrechtswidrig syrisches Militär bombardieren läßt. Die Terroristen wissen nun genau, welches Würstchen sie ihm vor die Nase halten müssen, damit er nicht gegen, sondern für sie handelt. Und deren Ziehväter wußten, wie man es anstellt, daß er auch danach schnappt.

Der Angriff auf das syrische Militär war weder eine spontane Reaktion Trumps noch kann die Attacke als innenpolitischer Schachzug von ihm gewertet werden. Nein, er hat sich ganz einfach vorführen lassen. Dafür sprechen die Art der False Flag Operation à la Pallywood und das in jeder Hinsicht exakte Timing. Untersuchungen, ob der angebliche Giftgasangriff in Syrien überhaupt einer war bzw. wem das Zeug eigentlich gehörte, blieben aus. Schließlich mußte alles schnell gehen. Außerdem wissen die Amis ja sowieso immer, wer der Schuldige ist. Trumps Töchterlein weiß das natürlich auch. Allerdings wäre es angebracht, dem Mägdelein schonend beizubringen, daß es anfangen sollte, sich über die wunderschönen und ebenso über die weniger schönen amerikanischen Babys Gedanken zu machen, falls es dem Papa und dem eigenen Land nochmal so einen Bombendienst erweist. Denn die Heeressammlung bei Harmagedon findet bereits statt. Aber die Einflüsterungen, daß die Entscheidungsschlacht die Weltherrschaft bringen würde, sind - nun, ich will es mal so sagen - nicht wahrheitsgemäß.

Offener Brief ehemalige Offiziere der US-Geheimdienste