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Zurück in die Zeit vor 1850
06.08.2020

(In der revidierten Verfassungsurkunde für den Preußischen Staat vom 31. Januar 1850 sind Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit als Grundrecht festgeschrieben und mittels Verordnung vom 11. März 1850 normiert worden. Das muß unbedingt rückgängig gemacht werden, und nicht nur das!)

Es ist schon Jahre her, daß Autoren von „Novo Argumente“ und damals sogar auch noch Autoren einiger Tageszeitungen, darauf hingewiesen haben, daß die extreme Anti-Raucher-Kampagne eine große Gefahr für die freie Gesellschaft darstellt. In meinem Beitrag „Kreuzzug gegen Raucher“ (vom 31.03.2012) schrieb ich ebenfalls, daß die kritiklose Annahme oder gar Befürwortung solcher willkürlichen Regularien und Disziplinierungen Tür und Tor für eine totalitäre Gesundheitsdiktatur öffnen würde, da das Bestreben des Totalitarismus dadurch gekennzeichnet ist früher oder später in ALLE sozialen Verhältnisse hineinzuwirken. Der Beginn der Rauchverbote war nur der Test, inwieweit man die Leute hysterisieren, paralysieren und verblöden kann. Wie man sieht ist er gelungen und es muß sich niemand über die Folgen wundern. Denn wenn das eine akzeptiert wird, z.Bsp. das Rauchen zu kriminalisieren, wird auch das andere möglich sein, z.Bsp. das Essen, das Autofahren oder das Denken zu kriminalisieren. So einfach ist das…! In dem Film „Wer den Wind sät“ (1960) sagt Spencer Tracy: „Und ich warne Sie, ein schlechtes Gesetz ist so gefährlich wie die Cholera. Jeden der damit in Berührung kommt richtet es zugrunde, die Vollstrecker ebenso wie die Übertreter. Begreifen Sie das denn nicht? Wenn Sie es heute zum Verbrechen stempeln die Darwinsche Entwicklungstheorie in den öffentlichen Schulen zu lehren, können Sie es morgen zum Verbrechen stempeln, sie öffentlich zu diskutieren. Und Übermorgen kann es ein Verbrechen sein, etwas darüber zu lesen. Dann können Sie anfangen Bücher und Zeitschriften zu verbieten und Katholiken gegen Protestanten aufzuhetzen, und Protestanten gegen Protestanten, und versuchen anderen Euer Glaubensbekenntnis aufzuzwingen. Wenn Ihr eins tun dürft, werdet Ihr auch das andere tun. Fanatismus und menschliche Dummheit liegen immer auf der Lauer – und brauchen Nahrung.

Bezüglich des Rauchens wurde in früheren Diskussionen stets betont: „Die Freiheit des Einzelnen muß! dort enden, wo die Freiheit bzw. die Gesundheit des Anderen gefährdet ist.“ Das war das Totschlagargument: die imaginierte Bedrohung von Nichtrauchern. Beweise für eine Gefährdung durch Zweit- oder gar Dritthandrauchen konnten zwar nicht erbracht werden, aber wenn es um das höchste Gut, um die Gesundheit geht und in dieser Hinsicht durch ständige Propaganda genug Angst verbreitet wird, spielt der Wahrheitsgehalt keine Rolle mehr. Darum hat es beim Rauchen auch geklappt, die Menschen gegeneinander zu hetzen. Nein, gegeneinander ist nicht richtig, sondern die Nichtraucher gegen die Raucher zu hetzen. Das ist sogar noch einfacher, weil eine Seite stigmatisiert und die andere überhöht werden kann, wodurch sich letztere natürlich wahnsinnig bestätigt fühlt und noch verbissener gegen die „Gefährder“ kämpft.

Mit der Klima-Hysterie war es, trotz aller Anstrengungen, nicht ganz so einfach. Die alte „Oma-Umweltsau“ wurde darum nachträglich als angebliche „Satire“ ausgegeben. Dafür hat man aber jetzt die Corona-Pandemie und man bedient sich einfach der gleichen Mechanismen wie beim Rauchen. Jeder, der die getroffenen Maßnahmen anzweifelt, weil sie mit erheblichen Eingriffen in die Grundrechte einhergehen, wird kurzerhand als „Umweltsau“ (ach nein, das war ja beim Klima, da soll noch einer mitkommen…) na jedenfalls als jemand gebrandmarkt, der die hörige Masse der Vernichtung aussetzen will. Also jemand, der auf asoziale Weise nicht akzeptiert, daß seine Freiheit dort endet, wo diese eine Gefahr für andere darstellt. Exakt das gleiche Muster, man verläßt sich eben auf bewährtes.

Dabei ist nicht davon auszugehen, daß dieser ganze Furor, ob es sich um´s Rauchen, um´s Klima oder um das Corona-Virus handelt (dessen Existenz und entsprechende Erkrankungen niemand bestreitet, nur die darum verbreitete Panik dient anderen Zwecken) auf dem Mist der einzelnen Regierungen oder gar der unsrigen gewachsen ist. Ganz sicher nicht, die richten sich jetzt nur gemütlich damit ein. Anfangs haben die Regierungen vermutlich selbst unter Druck gestanden. Denn tatsächlich scheint es sich – wie auch bei den anderen genannten Themen – um größere Machenschaften zu handeln. Stichwortgeber sowohl bei der weltweiten Anti-Raucher-Kampagne als auch bei der Corona-“Pandemie“ war jeweils die WHO, deren Unabhängigkeit und damit Objektivität auf Grund der Finanzierungsquellen dieser Organisation mehr als Fragwürdig ist. Offenbar hat jemand Gefallen daran gefunden auszuprobieren wie weit man das Spiel treiben kann. Ob man die Menschen in völlig identitätslose Hüllen verwandeln und wie Brettspielfiguren herumschieben kann, indem man sie entmündigt und aufeinander hetzt. Ein Spiel der besonderen Art. Beim Feldexperiment zum Rauchen wurde die Ausgrenzung noch auf eine Gruppe beschränkt. Jetzt heißt es: jeder gegen jeden! Darum muß eine noch größere Panik organisiert werden. Und es funktioniert: Wenn man sich vor einigen Wochen Übertragungen von Live Webcams bspw. aus Rom oder Prag angesehen hat, fühlte man sich einem surrealistischen Eindruck ausgesetzt. Vollkommen leere Plätze und Straßen. WIE verdammt geht das, noch dazu in dieser Größenordnung? Nur mit panischer Angst! - Angst vor einer unmittelbaren Bedrohung sowie entsprechender staatlicher Zwangsmaßnahmen.

Diese Angst wirkt und vor allem: wer will, kann sie gleich noch mit nutzen, zumindest solange der Panikmodus erhalten bleibt und Zwangsmaßnahmen wie Strafgelder für Zuwiderhandlungen oder Demonstrationsverbote schnell genug umgesetzt werden. Und damit wären wir dann wieder in Deutschland angekommen. Am 1. August d.J. haben sich in Berlin doch tatsächlich „asoziale Individuen“ erdreistet, gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen Stellung zu beziehen. Aber „das geht gar nicht“! Bereits seit Pegida werden mit der Regierungspolitik unzufriedene Bürger grundsätzlich als rechtslastig oder Nazis diffamiert. Was jedoch nicht sehr „hilfreich“ ist, denn die unbegründete und bezichtigende Verallgemeinerung solcher Begriffe und Anschuldigungen hinterläßt Spuren. So waren denn auch Teilnehmer ansonsten unterschiedlichster Anschauungen in Berlin mit- und nebeneinander unterwegs, sowohl Träger von Regenbogen- als auch von Reichsfahnen und zwischendrin die Nachbarin oder der Rentner von gegenüber. Was keineswegs erstaunlich ist. Denn wenn jemand wegen geringster Kritik oder sogar nicht einmal kritischer sondern nur zweifelnder Äußerungen an allem, was derzeit aus dem Ruder läuft, immer und immer wieder von Politikern und Medien als „rechts“, „Nazi“ oder „Idiot“ beschimpft wird, dann ist er irgendwann soweit, daß es ihm egal ist, wenn er mit Menschen demonstriert, deren Ansichten er sonst nicht teilt. Es kommt ihm nicht mehr darauf an, ob jemand, der bei dieser Demo das gleiche Anliegen vertritt wie er, außerdem eine Reichsfahne schwenkt. Warum sollte er sich davon noch distanzieren, wenn ihm doch alle anfänglichen Beteuerungen, daß er nur begründete Zweifel an der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung hat, regelmäßig auf übelste Weise um die Ohren gehauen wurden. Wenn er vielleicht bei einer Pegida-Demo am Straßenrand stand, aufrichtig auf Reporterfragen geantwortet hat und erkennen mußte, daß seine Sorgen im Bericht lediglich der Lächerlichkeit preisgegeben wurden. Dann wird er genau das tun, was man ihm infamer Weise unterstellt hat. Nein, er wird deshalb kein Reichsbürger werden, aber es wird ihm auch jede Scheu davor genommen sein, dafür gehalten zu werden. Zu dumm und überheblich, um zu erkennen, daß genau das ein durch die Arroganz und Infamie der politischen Kaste erwartbares Ergebnis ist, wird munter weiter drauf eingedroschen.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichteten bzgl. der Demo in Berlin: „Parteiübergreifend wurde der Ruf nach einem harten Durchgreifen laut.“ Und ebenfalls Zitat DWN: „Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, sagte der „Passauer Neuen Presse“: „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo er das Leben und die Gesundheit anderer gefährdet. Es sei nicht hinnehmbar, dass Tausende alle Regeln missachteten, keinen Abstand hielten, keine Masken trügen und dies als verbrieftes Freiheitsrecht feierten. Die Zahl der Demonstranten müsse künftig von vornherein deutlicher begrenzt werden.“

„Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo er das Leben und die Gesundheit anderer gefährdet.“ Wo genau habe ich das schon mal gehört. Ach ja, bei den Diskussionen zu den Rauchverboten. Doch es finden sich immer noch genug Lemminge – nein, die konnten nichts dafür, daß sie von der Klippe gestoßen wurden – also besser panische Systemlinge, die offenbar über so wenig Substanz verfügen, daß sie sich in einem zunehmend totalitären Staat gut und gerne aufgehoben fühlen. So war bei Focus.de zur Demo in Berlin folgender Leserkommentar zu finden: „Nur noch Kopf schütteln: Soviel Ignoranz auf einem Haufen unglaublich. Es ist es wohl auch ok wieder überall zu rauchen, keinen Gurt beim Autofahren anzulegen und Helme können dann ja auch eingemottet werden.“

Richtig, all das wäre in einer normalen und toleranten Gesellschaft völlig ok.! Um eine evtl. Rauchbelästigung (denn nur darum handelt es sich und um keine Gefährdung) in geschlossenen Räumen zu vermeiden, gäbe es längst Möglichkeiten. Aber das ist nicht gewollt, sondern die gesellschaftliche Spaltung ist gewollt. Von öffentlichen Plätzen wie Bahnsteigen oder Parkanlagen ganz zu schweigen - wer, mit einigem Verstand, kann sich dort durch Zigarettenrauch bedroht fühlen? Und ob ich einen Gurt anlege, sollte ausschließlich meine Sache sein, da ich ohne Gurt niemand anderen gefährde. Von den Eierschalen der Fahrradfahrer ganz zu schweigen. Wer will kann sich ja so ein Ding auf die Birne setzen, aber wenn das die Norm werden sollte, fahre ich nicht mehr Rad.

Möglichst alles soll gesetzlich geregelt sein und es gibt viele, die für jede neue Bevormundung dankbar sind und in ihrer Hörigkeit wetteifern. Wer nicht miteifert ist der Feind, ein asozialer Gefährder und gehört bestraft, jawoll! Immerhin geht es um „Leben und Tod“, wie bei den Rauchverboten. Es werden Panik und Hass geschürt, die Angst um die Gesundheit ist das beste Mittel dafür. Und die Umgewöhnung geht schnell, besonders solange man sich auf Ausnahmezustände berufen kann, das wissen die, die den Menschen die Freiheit der Individualität und des freien Denkens abtrainieren wollen. Darum ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand bei der Einführung elektronischer Fußfesseln (natürlich nur zur Sicherheit der Bevölkerung) kopfschüttelnd kommentiert, daß es dann wohl auch ok sei, sich wieder ohne! Maske in der Öffentlichkeit zu bewegen…

Mittlerweile wird bereits völlig selbstverständlich über eine „neue“ Normalität und sogenannte „Alltagsmasken“ schwadroniert. NEIN, verdammt, es ist absolut keine Normalität im Alltag eine Maske zu tragen und es darf auch nie eine werden! Übrigens scheint sich keiner der Systemlinge mehr daran erinnern zu wollen, daß bei Ausbruch der Krankheit von Seiten der WHO sowie verschiedener „Experten“ und natürlich der Regierung erklärt wurde, daß Masken keinerlei Bedeutung hätten... da es ja kaum welche gab. Jetzt gibt es aber genug und – oh Wunder – sie können jetzt angeblich auch schützen. Auch fällt diesen Systemlingen die Diskrepanz nicht auf, welche sich in der politischen und medialen Bewertung von Demonstrationen widerspiegelt. Bei einer Demo gegen Rassismus im Juni d.J. äußerte sich der Gesundheitsminister lediglich „besorgt“, ansonsten nahm, trotz Nichteinhaltung der Vorschriften und zuzüglich gewaltsamer Ausschreitungen, niemand daran Anstoß.

Ganz anders die Reaktionen zur Corona-Demo am 01. August 2020, da hieß es "Die Bilder, die wir da am Wochenende sehen mussten, sind inakzeptabel" Berlins Bürgermeister sprach von Randale (daß es eine solche war kann schließlich ebenso festgelegt werden wie Hetzjagden) und ein Moderator fragte: „Brauchs da besonderer sonderpädadogischer (sic) Maßnahmen, um erzieherisch tätig zu werden...“ und ob man Covidioten-Tourismus unterbinden könne. – Nochmal: „Sonderpädagogische Maßnahmen“, um gegenüber erwachsenen Bürgern „erzieherisch tätig zu werden“! Soviel Rotzfrechheit hat sich nicht mal ein Schnitzler in der Zone gewagt. WAS stellt sich dieses schleimende Individuum unter einer „sonderpädagogischen“ Umerziehung denn so vor?

Vorschriften gibt es in anderen Ländern auch, da das irrationale Szenario ja global angelegt ist. Allerdings hat es den Anschein, als würde in keinem anderen Land die Bevölkerung derart hemmungslos von Politik und Medienmeute beleidigt (wie bereits seit Pegida). Nun, das ist zwar immer so, wenn´s für Argumente nicht reicht, aber in Anbetracht dessen wer hier wen immer wieder in unflätiger Weise angreift, erinnert es an das Sprichwort: „Wer essen will, sollte den Koch nicht beleidigen.“